Protonentherapie

Im Unterschied zur der in der Strahlentherapie am häufigsten eingesetzten Photonenstrahlung werden bei der Protonentherapie Protonen beschleunigt und können ganz bestimmten Fällen zur Heilung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Dabei unterscheidet sich die Wirkungsweise des Protonenstrahls am Tumorgewebes nicht wesentlich von der konventionellen Photonenstrahlung. Ein Vorteil der Protonentherapie ist jedoch der besonders scharfe Dosisabfall.


 






Der sog. Bragg-Peak zeigt die relativ geringe Gewebeeintrittsdosis, die starke energieabhängige Dosisabgabe auf kurzer Strecke und den raschen Dosisabfall nach Erreichen des Maximums, der als besonders charakteristisch für die Protonentherapie gilt.

Diese Präzision des Strahls kann nur für den Patienten genutzt werden wenn eine sehr exakte Lagerung gewährleistet ist und ermöglicht dann in vielen Fällen eine besonders gute Schonung von empfindlichen Organen, die in direkter Nachbarschaft zum Tumor liegen, z.B bei Tumoren an der Schädelbasis oder rückenmarksnahen Tumoren. Besonders viel Erfahrung liegt für den Einsatz der Protonentherapie bei der Behandlung von Aderhautmelanomen im Auge vor: Sie wird für diese Erkrankung schon seit über 30 Jahren an einigen wenigen spezialisierten Behandlungszentren weltweit durchgeführt. Große Studien haben die Effektivität und Verträglichkeit der Protonentherapie für die Behandlung bestimmter Augentumoren gesichert.

Unsere Klinik behandelt in Kooperation mit der Augenklinik der Charité und in Zusammenarbeit mit dem Helmholtzzentrum Berlin seit 15 Jahren als einzige auf die Augentumortherapie spezialisierte Protoneneinrichtung in Deutschland über 2300 Tumorpatienten mit Protonen. Unsere Klinik zählt damit europaweit zu den führenden Therapiezentren dieser Art.

Weitere Informationen zur Technik und zum Therapieablauf der Protonentherapie von Augentumoren finden Sie hier:

Schwerpunkt Augentumoren

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