Cyberknife-Behandlungsspektrum

Dank der Flexibilität des Roboters kann das Cyberknife nahezu alle Stellen des Körpers erreichen. Insbesondere können sehr unregelmäßig geformte Tumore in empfindlichen Hirnregionen wie dem Seh- oder Hörnerv, ohne Schädigung behandelt werden. In vielen Fällen kann eine Cyberknife Behandlung alternativ zu einer Operation oder einer mehrwöchigen Strahlentherapie eingesetzt werden.

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Kriterien für die radiochirurgische Behandlung

Die Indikationsstellung zur Behandlung mit dem Cyberknife-System erfolgt nach strengen Kriterien. Unter Berücksichtigung der individuellen Faktoren des Patienten wird sie von radiochirurgisch erfahrenen Ärzten im Team getroffen und vom Tumorboard bestätigt.

Für eine positive Indikationsstellung sollten die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Es liegt ein behandlungsbedürftiger Tumor vor (bzw. AV-Malformation, Trigeminusneuralgie).
  • Die Läsion sollte je nach Lokalisation eine bestimmte Größe nicht überschreiten.
  • Die Läsion muss abgegrenzt und in der Bildgebung gut erkennbar sein.
  • Die Gesamtprognose des Patienten sollte nicht infaust sein.

Sind die Eingangskriterien erfüllt, kann die Radiochirurgie in folgenden Situationen alternativ zu anderen Therapiemodalitäten eingesetzt werden:

  • Eine Operation ist aufgrund von Alter, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, Narkoserisiko oder Lage des Tumors nicht oder nur mit erhöhtem Risiko durchführbar.
  • Eine konventionell fraktionierte Strahlentherapie ist aufgrund der Strahlenresistenz des Tumors (z.B. Melanom, Nierenzellkarzinom) weniger effektiv oder aufgrund einer strahlentherapeutischen Vorbehandlung nicht mehr durchführbar.
  • Die konventionell fraktionierte Strahlentherapie über mehrere Wochen stellt eine Belastung für den Patienten dar.
  • Der Patient lehnt trotz der Durchführbarkeit eines offenen Eingriffs oder alternativer Therapieoptionen nach ausführlicher Aufklärung andere Behandlungsformen ab und wünscht eine radiochirurgische Behandlung.

Übersicht aller Tumorerkrankungen, die mit dem Cyberknife behandelt werden

  • Hirnerkrankungen: Hirnmetastasen, Akustikusneurinome (Vestibularisschwannome), Meningeome u.a. Optikusscheidenmeningeome, Arteriovenöse Malformationen (AVM), Trigeminusneuralgie, Hypophysenadenome
  • Wirbelsäulen-/Rückenmarkserkrankungen: Knochenmetastasen, spinale Metastasen, spinale Neurinome, spinale Meningeome
  • Lungenerkrankungen: Bronchialkarzinome (Stadium I-IIA), Lungenmetastasen
  • Prostataerkrankungen: Prostatakarzinome in den Frühstadien sowie Lokalrezidive, Lymphknoten und Knochenmetastasen
  • Nierenerkrankungen: Nieren- und Nebennierenmetastasen, ausgewählte Fälle von Nierenzellkarzinomen
  • Lebererkrankungen: Lebermetastasen
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankungen: ausgewählte Fälle von Pankreaskarzinomen
  • Kopf und Hals: Schädelbasistumore, ausgewählte Rezidive von HNO-Tumoren

Cyberknife-Behandlung, -Technologie und FAQ