Verbundprojekt: "3-IN-1: THERAHEAT"

Das Ziel des Projekts "3-IN-1: THERAHEAT" ist die Erforschung von hochauflösenden diagnostischen Verfahren und einer nebenwirkungsarmen Therapie von Krebserkrankungen.

Dazu soll ein System zum Einsatz kommen, in dem die sogenannte nicht-invasive Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographie (UHF-MRT) mit der minimal-invasiven Hyperthermie, einer künstlichen Übewärmung von Gewebe, kombiniert wird.

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3-IN-1: THERAHEAT – Projektbeschreibung

Bildgebung und Krebstherapie in einem: Hochaufgelöste diagnostische MR-Bildgebung wird mit lokal wirksamer RF-Hyperthermie kombiniert.
Quelle: Prof. Dr. T. Niendorf (MRI TOOLS GmbH, Berlin), Lukas Winter (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin)

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Das Verbundprojekt "3-IN-1: THERAHEAT" widmet sich der Erforschung von hochauflösenden diagnostischen Verfahren und einer nebenwirkungsarmen Therapie von Krebserkrankungen. Hier wird ein System eingesetzt, bei dem die sogenannte nicht-invasive Ultrahochfeld-Magnetresonanz-Tomographie (UHF-MRT) mit der minimal-invasiven Hyperthermie, einer künstlichen Überwärmung von Gewebe, kombiniert wird.

Die Hochfrequenzspulen, die in einem MRT zur Bildgebung eingesetzt werden, fuhren auch bei herkömmlichen Untersuchungen zu einer geringen Erwärmung des Gewebes. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sind die Leistung der Spulen und damit die Erwärmung bei einer herkömmlichen Diagnostik allerdings begrenzt. Das Ziel der minimal-invasiven Hyperthermie ist es nun, mittels dieser ohnehin vorhandenen Hochfrequenzspulen, eine gezielte, lokale Erwärmung des Tumorgewebes zu erreichen, um dieses zu zerstören.

Eine Spule, die für die herkommliche Diagnostik eingesetzt wird, kann dies allerdings nicht ohne Modifikationen leisten. Der technologische Lösungsansatz umfasst deshalb innovative technische Konzepte für die Hyperthermie mit denen eine solche lokale Erwärmung zu therapeutischen Zwecken möglich ist. Außerdem werden neue MR-Bildgebungstechniken entwickelt, die die Funktionalität lokaler Hochfrequenz-induzierter Hyperthermie mit der MRT-Schnittbildgebung kombiniert.

Diese Innovation erlaubt neben der lokalisierten Tumorbehandlung gleichzeitig eine hochaufgelöste MRT-Bildgebung zur direkten Therapiekontrolle in einer bis dato unerreichten Form an therapeutischer und diagnostischer Genauigkeit. Damit entsteht eine Anwendung, die frei von ionisierender oder radioaktiver Strahlung ist und einen klinischen Mehrwert für die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Krebserkrankungen erbringen kann.

Medizinische Bedeutung des "3-IN-1: THERAHEAT"-Projektes

Krebserkrankungen stellen die zweithäufigste Todesursache dar und gehören zu den größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem.

Die hier erforschten Innovationen haben essentielle Bedeutung, denn sie können neue Wege für individualisierte Krebstherapieansätze öffnen. Ebenso schafft das Projekt grundlegende Voraussetzungen, um perspektivische Richtungen für innovative Verfahren zur temperaturgesteuerten, lokalen Freisetzung von Biomarkern oder Wirkstoffen zur Tumorbehandlung aufzuzeigen. Diese Innovationen sollen Antworten auf den medizinischen Bedarf an verbesserten Krebstherapien generieren.

Projektleitung

Priv.-Doz. Dr. med. Pirus Ghadjar

Leitender Oberarzt im Bereich Hyperthermie, DRG und Lehre

CVK: Campus Virchow-Klinikum